VOM SCHIESSHÜGEL ZUM
BRENNENDEN UMWELTSCHUTZ.
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Eine Gewehrpatrone besteht aus einer Hülse aus Messing, welche als Altmetall der Wiederverwertung zugeführt wird, der Treibladung aus rauchschwachem Schwarzpulver und einer Zündkapsel sowie aus dem Geschoss, bestehend aus einem Bleikern, welcher von einem Stahlmantel umfasst wird, damit kein Blei ins Grundwasser gelangt.

Bis in Jahr 2008 haben die Schützen in Rickenbach auf in einen Erdwall geschossen und die Projektile landeten im Erdreich und mussten dann zusammen mit dem Erdreich aufwändig entsorgt werden. Die Einschussbereiche im Zielhang waren gut ersichtlich und zeugten davon, dass die allermeisten Schützen ihr Ziel auch getroffen haben.

Da aber auch der Schiesssport die Umweltbelastung verringern musste, wurden sogenannte Kugelfangsysteme entwickelt und die Rickenbacher Schützen waren bei den ersten in der Region, die im Sommer 2008 ein solches System installiert haben und die Projektile nicht mehr ins Erdreich geschossen haben.

In Fronarbeit wurde zuerst ein Betonsockel gemacht, auf welchen Eichenschwellen gelegt wurden, damit sicher keine Abpraller oder Querschläger eine Gefahr bilden können und nachher die Kugelfangkästen zusammengesetzt. Diese bestehen aus Stahlblech mit schusssicheren Hardox-Stahlplatten. Der Hohlraum ist mit Gummigranulat gefüllt, was den Aufprall bremst und den Lärm verringert.

An der Front ist eine spezielle Kunststoffplatte montiert, welche die Projektile durchlässt und nicht zerbricht. Alle 10 Jahre kann dann das Gummigranulat von einer Spezialfirma abgesaugt und von den Projektilen getrennt werden. Die Projektile werden dann recycelt und das Gummigranulat wieder eingefüllt. Gleichzeitig kann dann die Kunststoffplatte an der Front ersetzt werden und wieder 10 Jahre ihre Dienste erweisen.

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